Bankkaufleute zu Besuch in Frankfurt


Müde, Hungrig und voller Vorfreude fanden wir uns am Sonntag um 7:50 Uhr zusammen, natürlich mit Ausnahme von Rika und Natalie, denn diese haben die paar Minuten mehr gut genutzt. Als wir dann alle zusammen waren, fing das Abenteuer richtig an. Die Bahn traf in Flensburg ein, sogar pünktlich und wir stiegen alle ein.

Sofort begann schon der erste Kampf.. und wie auch vermutet ging es um die Vierer-Plätze .. denn natürlich wollten alle Grüppchen zusammensitzen.. nach einigen Kompromissen fanden alle wieder harmonisch zueinander und freuten sich umso mehr auf das neue Abenteuer in Frankfurt. Nach mit witzigen Themen gefüllten zwei Stunden, kamen wir in Hamburg an; Pünktlich, sodass unser Sprinter Marvin J. seiner Aufgabe nicht nachkommen konnte.. sowohl positiv als auch negativ, denn bestimmt jeder hätte gern seine Ablenkungsmanöver gesehen. Dann saßen wir auch schon in der Bahn nach Frankfurt. Während der Bahnfahrt folgte auch schon der nächste Kampf, denn während den etlichen UNO-Partien, gerieten wir immer wieder aneinander, denn die Regeln waren niemanden so richtig klar. Und somit verflogen auch die ersten Minuten .. im Laufe der Fahrt lernten wir auch neue Menschen kennen, wie z.B. die ‚putzig‘ sprechenden Skiurlauber. Einige Fotosession und Smalltalk-Themen später kamen wir endlich in Frankfurt an. Zwar etwas erschöpft und müde aber immerhin vollständig. Nach einem gefühlten Halbmarathon durch die Stadt, erreichten wir die Jugendherberge, – klein aber fein – war hier wohl das Motto. Nachdem wir unsere Zimmer erkundeten, kamen wir draußen wieder zusammen. Nun ging es zum Essen, ein Glück, war die Gaststätte nicht weiter als 5min von der Jugendherberge entfernt. Als alle zusammen am Tisch saßen, schien der Stress der Zugfahrt vergessen zu sein.. wie immer macht Essen ‚fast‘ alles besser. Nach dem deftigen Essen, kam Frau Hinz auf die Idee, uns die typischen Weinspezialitäten der Stadt näher zu bringen und so bestellte sie auch zwei Krüge mit Apfelwein. Wie auch bereits angekündigt, schmeckte dieser nicht .. bis einige auf die Idee kamen, dass wenn man mehr trinkt, es besser schmecken würde und so leerten sich die Krüge.
Und so ging auch der erste Tag in Frankfurt zuende .. satt, müde, etwas angeschwitzt aber zufrieden gingen alle in die Zimmer und genossen die erste Nacht in ihren harten Betten in Frankfurt.

Am Montag den 13.03.17 haben wir uns um 10 Uhr einen Vortrag über die GLS Bank angehört. Dieser handelte über die Geschichte, dem Aufbau und dem Ziel welches sich die Bank sich für sich selbst gesetzt hat. Man nennt sie auch die „Ökobank“ und ihr Ziel ist es die Nachhaltigkeit zu fördern, sowie den Sozialen Ansatz zu wahren.

Des Weiteren haben wir uns in den Räumlichkeiten der Deutschen Bank aufgehalten und auch dort haben wir uns einen Vortrag angehört. Auch hier haben wir über 1,5 Stunden etwas über die Geschichte sowie die Strategien angehört die, die Deutsche Bank verfolgt.

Nach diesem Vortrag sind wir dann noch auf den Main Tower gegangen und haben uns dort Frankfurt von oben angeguckt wo man erstmalig erkannt hat wie klein Frankfurt doch eigentlich ist. Anschließend haben wir uns in unseren wohlverdienten „Feierabend“ begeben.

Am Dienstag standen zwei weitere Programmpunkte für uns an. Bereits um 08:30 trafen wir uns, um mit der U-Bahn zum größten Flughafen Deutschlands zu fahren – dem Airport Frankfurt (kurz Fraport). Anfangs hatten wir ein wenig Zeit uns die Terminals 1 und 2 anzusehen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf einem neuen Gastronomiekonzept einer großen, bekannten Fastfoodkette. Diese hatte im Fraport ihre größte Filiale eröffnet, in der sie sich mit anderen kleineren Ketten mit anderer kulinarischer Ausrichtung zusammen getan hat. Diese insgesamt vier verschiedenen Ketten haben sich in soweit abgestimmt, dass man dort nun für jeden Geschmack etwas finden kann, ohne die Filiale verlassen zu müssen.

Als wir fertig waren dieses Konzept kennenzulernen, begann die Besichtigungstour. Nachdem wir die Sicherheitskontrolle gemeistert hatten, fuhren wir mit einem Tourguide in einem Bus übers Rollfeld. Hier bekam man das erste Mal einen Eindruck über dieses riesige Unternehmen (welches nebenbei bemerkt ungefähr so viele Angestellte hat, wie Flensburg Einwohner). Unter anderem sahen wir neben der Beladung von Frachtern und Passagiermaschinen, die großen Hallen für die Wartung der Flugzeuge und der Verschiedenen Start- und Landebahnen auch noch die Feuerwehren oder die Baustelle des neuen Terminals 3, das genau so groß wie der neue Berliner Flughafen wird und wahrscheinlich noch vor diesem eröffnet. Ein besonderes Highlight dabei war das hautnahe dabei sein, bei Start und Landung.

Nach diesem spannenden Programmpunkt hatten wir nur wenige Minuten Zeit, welche gerade einmal für einen kleinen Mittagssnack gereicht hat, da bereits der nächste Termin wartete.
Kurz umgestiegen in die S-Bahn, fuhren wir zum Gelände der Sendeanstalt des Hessischen Rundfunk.
Hier konnten wir uns die verschiedenen Radio- und Fernsehstudios ansehen, in den nebenbei entweder Sendungen vorbereitet wurden oder die Moderatoren sogar live auf Sendung waren. Diese Erfahrung zeigte uns das gesamte Drumherum, welches man beim Schauen oder hören einer solchen Sendung nie erwartet hätte.
Obwohl es sehr interessant war, waren wir alle froh, als wir gegen 16:00 Uhr mit dem knapp zweistündigen Fußmarsch fertig waren und in den wohlverdienten Feierabend entlassen wurden.

Am Mittwoch war nun unser letzter Tag. Für uns alle fing er aber tatsächlich gut an, da wir uns erst um 10 Uhr an unserem ausgemachten Punkt treffen sollten und so ein paar Stunden Ruhe vom ganzen laufen hatten.
Um 10:10 (Frau Hinz und Frau Querengesser ließen ein paar Minuten auf sich warten) ging es dann los Richtung Deutsche Börse. Dieses Mal hatten wir ein recht angenehmes Tempo zu Fuß, sodass wir alle voller Vorfreude an der Börse ankamen. Bevor es in die Börse reinging wurden noch einige Fotos vor dem Bullen und Bären gemacht. Vor der Börse bekamen wir erst einmal einen Crash-Kurs, was wir alles für die Sicherheitskontrollen abgeben mussten und wo der Ausweis vorgezeigt werden musste, danach ging es, wie im Flughafen auch, durch einen Metalldetektor und unsere Taschen wurden durchleuchtet. Anschließend gingen wir in einen Raum indem ein Herr uns einen Vortrag über die Entstehung der Börse und über den generellen Ablauf berichtet hat. Außerdem hat er uns das Computersystem gezeigt mit dem an der Börse gearbeitet wird. Danach sind wir alle zusammen auf die Besucherplattform gegangen und konnten uns das Geschehen aus nächster Nähe angucken. In der Besucherplattform, so hatte uns der Herr vom Vortrag erzählt, wurden um die hundert neue Fließen eingebaut, die Aktien aus den verschiedenen Daxen (TechDax, MDAX, DAX) zusammen gesetzt wurden. Jedes Mal, wenn die Aktie Gewinn oder Verlust gemacht hatte, leuchtete die entsprechende Fließe Grün oder Rot auf. Außerdem konnte man, die Nachrichtensprecher beobachten die im N-TV, das Erste etc. ihre Texte übten und warteten, bis sie an der Reihe waren um über die Börse zu berichten.

Nach dem Börsentermin konnten wir uns aussuchen, ob wir in den Zoo oder Shoppen gehen wollten. So ist die eine Hälfte der Klasse in den Zoo und die andere Hälfte zum Shoppen gegangen. Im Zoo wurden viele Tiere fotografiert. Beim Shoppen hatten wir noch einmal die Möglichkeit, die Innenstadt unsicher zu machen und unser Geld da zu lassen. Sei es in Form von etwas essbaren oder Klamotten gewesen. Um 18:20:30 Uhr fanden wir uns alle vor dem Hostel ein, um gemeinsam essen zu gehen. Herr Hansen hatte für uns einen netten Italiener die Tage davor ausprobiert, sodass er gleich für den letzten Abend einen Tisch reserviert hatte.
Nach dem Essen sind wir noch zusammen losgezogen und haben den Abend ausklingen lassen. Später sind dann auch noch Herr Hansen, Frau Querengesser und Frau Hinz dazugestossen.

Der 16. März fing mit dem morgendlichen Frühstück in der Cafeteria des Hostels an. Bis 9:20 Uhr haben wir unsere Betten abgezogen, die Zimmer aufgeräumt und uns startklar für den Rückweg gemacht. Nachdem wir unsere Zugangskarten an Herrn Hansen übergeben haben, sind wir zum Schluss zur EZB gegangen und konnten das Gebäude kennenlernen. Zuvor hatten wir unser Gepäck in ein Aufenthaltsraum verstaut. Nach dem wir das Gebäude und die Umgebung begutachtet haben, sind wir das letzte Mal zum Hostel gegangen, um unser Gepäck zu holen und uns auf dem Weg zum Hauptbahnhof zu machen. Nach einem 45 Minütigen Lauf zum HB bat sich die Gelegenheit, dass wir eine Pause von 50 Minuten einschlagen konnten. Nach dem wir uns gestärkt und ausgeruht hatten, sind wir erstaunlicherweise Pünktlich um 13:58 Uhr mit dem Zug vom Frankfurter HB nach Hamburg losgefahren. Durch unser Glück fiel in unserem Waggon die Klimaanlage aus. Dadurch wurde die Zugfahrt zu einer schwitzigen Angelegenheit. Um Punkt 17:40 Uhr sind wir mit den Zug in Hamburg angekommen, durch einen kurzen Spurt konnten wir den Anschlusszug erreichen. Die Zeit haben wir uns im Zug mit UNO spielen, schlafen und Musik hören vertrieben. Um 20:00 Uhr sind wir in unserer Heimat Flensburg und Umgebung angekommen.

Autoren: Schüler der BA-B1-15