Das Industrieteam zu Gast bei LogoTape


Im Rahmen der alljährlichen informatorischen Praxis waren fünf Lehrkräfte des Industrieteams – der Rest war leider dienstlich verhindert – am Freitag, 10.05.2019 zu Gast bei unserem Dualpartner LogoTape. Hier von einem einzigen Unternehmen zu sprechen, greift aber zu kurz, denn im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich aus einem Management-Buy-Out des ehemaligen Nopi-Werks in Harrislee eine beträchtliche mittelständische Unternehmensgruppe mit mehreren Standorten im In- und Ausland entwickelt. Die LogoTape-Gruppe ist in der Verpackungsindustrie tätig, Schwerpunkte sind hier die Herstellung von Folien, Klebebändern und Handy-Lifts (Tragegriffe für Getränke, wie z.B. Mineralwasser im Sechserpack).

Leander Messerschmidt-Lühr, einer der beiden Geschäftsführer, und zwei der aktuellen Industrie-Azubis nahmen sich vier Stunden Zeit für uns. Herr Messerschmidt-Lühr versorgte uns zunächst im Werk in Flensburg im Rahmen eines einführenden Referats mit einer sehr großen Fülle an Informationen über die Unternehmensgruppe und das Wettbewerbsumfeld. Der Wettbewerb in dieser Branche ist hart, da es große und mächtige Kunden gibt, die hohe Anforderungen an ihre Zulieferer stellen. Auch staatliche Auflagen etwa im Bereich des Umweltschutzes oder aktuell die neue Datenschutzgrundverordnung stellen einen mittelständischen Industriebetrieb immer wieder vor neue Aufgaben und binden Ressourcen. Die LogoTape-Gruppe kann in diesem Umfeld nur bestehen, wenn sie schnell, innovativ und flexibel agiert. Dann ging es in die Produktion im Flensburger Werk, wo die Herstellung von Kunststofffolien durch Extrusion mit Mittelpunkt steht. Anschließend fuhren wir nach Harrislee und besichtigten das dortige Werk mit dem Schwerpunkt Klebebänder und Handy-Lifts. Wir waren beeindruckt von der Vielfalt der Produkte und verschiedenen Produktionslinien. So legten wir etliche Schritte zurück durch die verschiedenen Hallen zurück. In einer Halle baut LogoTape eine neue Maschine selbst, eine Aufgabe, die Herr Messerschmidt-Lühr als Aufgabe für „absolute Freaks“ bezeichnete. So könne man die Produktion auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Auch bei den Mitarbeitern wird ähnlich verfahren, da ein großer Wert auf die Ausbildung gelegt wird. Nach Aussage von Herrn Messerschmidt-Lühr sind selbst ausgebildete Mitarbeiter unverzichtbar, da sie das Unternehmen und die Abläufe kennen und keine lange Einarbeitungszeit benötigen. Ein kleiner Imbiss rundete den sehr informativen Vormittag ab, mit dem wir unsere Beziehung zu einem wichtigen Dualpartner gestärkt haben. 

Autor: Dr. Kai Teichmann