KA-i1-18 auf ungewohntem Terrain


Die kaufmännischen Assistenten der KA-i1-18 waren auf Skiklassenfahrt im Zillertal. Von einer aufregenden Woche berichten unsere Pistenreporter Jannis, Pascal und Leon.

Die Vorfreude auf die Skifahrt war bei uns bereits Wochen vorher sehr groß. Von Sonnenschein bis Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt war alles vorausgesagt für die Klassenfahrt. Immer wieder stimmten wir uns mit Live-Bildern aus dem Zillertal auf die Fahrt ein. Am 31.01.2020 ging es dann endlich los. Die Klasse traf sich um 15 Uhr am Hauptbahnhof in Flensburg. Alle kamen mit einem breiten Lächeln im Gesicht in die Bahnhofshalle und jedem war die Vorfreude anzumerken. Um 15.15 Uhr sind wir mit dem Zug nach Neumünster gefahren. Während der Zugfahrt redeten wir schon darüber, was uns alles erwarten könnte und der Kampf um das 3er-Zimmer ging in die nächste Runde. In Neumünster sind wir dann in den Reisebus umgestiegen und unsere Reise begann nun erst richtig. Die Busfahrt gestaltete sich durch witzige Gespräche und einige Spielerunden sehr angenehm. Auch die Frage, wer denn ins 3er-Zimmer darf, klärte sich schließlich.

Nach ca. 14 Stunden sind wir an unserem Hotel angekommen. Zuerst haben wir unsere Koffer in den Keller gebracht und anschließend ging es zum Frühstück. Hier wartete eine große Auswahl an Aufstrichen und Getränken auf uns. Nach dem Frühstück haben wir unsere Skier, Skischuhe sowie die Skistöcke und Helme ausgeliehen. Anschließend hatten wir Zeit die Zimmer zu beziehen und im nahegelegenen Einkaufsladen Verpflegung zu kaufen. Einige aus der Klasse starteten auch noch einen kleinen Erkundungstrip in das leicht verschneite Tal und die ersten Erinnerungen wurden mit den Kameras festgehalten. Nach dem Abendessen haben wir uns nochmal zusammengesetzt und mit der Klasse einige Gesellschaftsspiele gespielt. 

Am zweiten Tag hieß es dann endlich Skifahren! Zuallererst gab es um 7.15 Uhr Frühstück. Danach ging es in den Skikeller, um die Skiausrüstung anzulegen. Hier galt es nun seine Skier und Skischuhe anhand der aufgeklebten Nummer unter Hunderten ausfindig zu machen. Um 8.05 Uhr sind wir mit dem Bus zur Talstation gefahren. Die Busfahrt bot Zeit, um sich die Umgebung nochmal etwas genauer anzuschauen. Von der Talstation aus ging es dann mit den Gondeln auf über 1700 Meter Höhe in die „Zillertal Arena“. Wir hatten das Glück, dass wir strahlenden Sonnenschein hatten und es windstill war. Um das Skifahren zu erlernen, starteten wir mit ein paar einfachen Übungen. Um ca. 11.30 Uhr sind wir zum wohlverdienten Mittagessen gegangen. Im Anschluss ging es für uns auf den „Babyhügel“, wo wir das Erlernte vertiefen sollten. Dies klappte bei uns allen mit der Zeit sehr gut und alle gingen um 15.30 Uhr zufrieden zurück zur Unterkunft. Mit einem gemütlichen Abend am Spieletisch endete der zweite Tag in Österreich schließlich und die Vorfreude auf den kommenden Tag war bereits sehr groß.

Am Montag hieß es, wie auch schon am Sonntag, um 6.45 Uhr aufstehen. Die Woche begann mit einem Regenschauer. Dennoch starteten wir voller Motivation auf dem Anfängerhügel, auf dem wir zeigen konnten, was wir am Vortag gelernt hatten. Nach dem Mittagessen war es dann endlich soweit. Wir haben uns zu einer blauen Piste getraut. Diese stellte für jeden von uns eine Herausforderung dar, da sie wesentlich steiler und länger war, als der uns bekannte Hügel. In einem angemessenen Tempo wagten wir uns dann die Fahrt nach unten. Dort angekommen, wartete dann schon die nächste Neuheit auf uns. Es ging mit einem „Ankerlift“ zurück nach oben. Um diesen überhaupt nutzen zu können, brauchten wir erstmal eine Einweisung. Und zum Erstaunen unserer Lehrer sind wir alle problemlos oben angekommen. Dieser sehr ereignisreiche Tag endete dann mit einer gemütlichen Runde am Spieletisch.

Der Dienstag hatte sich bereits vorher angekündigt. Temperaturen im zweistelligen Minusbereich, eisiger Wind und jede Menge Neuschnee. Doch auch diese Herausforderung nahmen wir an und wir wagten uns bis ganz nach oben. Dieses mal starteten wir direkt auf der blauen Piste. Die ersten technischen Fortschritte waren zu verzeichnen und währenddessen spitzte sich Wetterlage weiter zu. Um 11.30 Uhr saßen wir dann im Warmen mit einem leckeren Mittagessen und schauten gespannt dem Schneetreiben zu. Danach fuhren wir zurück zur Piste und wagten noch einige Abfahrten. Allerdings wurde der Wind immer stärker und unser Sichtfeld schränkte sich stark ein. Um 13 Uhr mussten wir das Skigebiet aus Sicherheitsgründen verlassen. Mit den letzten Gondeln, die noch fuhren, begaben wir uns dann zurück ins Tal. 

Am Abend hatten unsere Lehrer dann noch eine Überraschung für uns. Wir wurden zum Spieletisch gerufen und wurden dort mit ein paar Flaschen Radler zurückgelassen. Verwundert schauten wir uns an und überlegten, was gleich passieren könnte. Plötzlich flog eine kleine Musikbox aus einem Nebenzimmer und das Lied „Skifoan“ ertönte. Alle haben angefangen zu lachen und die Stimmung wurde besser und besser. Nach einigen weiteren Minuten kamen dann unsere Lehrer in Skiklamotten aus dem Nebenzimmer getanzt und trugen auf ihren Schultern einen Ski, auf dem zwei Schnapsgläser angeklebt waren. Wir konnten uns vor Lachen kaum noch halten. Anschließend wurden immer zwei Schüler aufgerufen, welche einen Text nachsprechen mussten und dann wurde der Ski gekippt und es gab einen kleinen Schluck Obstler. Wer wollte, konnte aber natürlich auch etwas anderes trinken. Das Ganze nennt sich „Skitaufe“. Nach unserer Taufe saßen wir noch gemütlich beisammen und spielten wie jeden Abend einige Kartenspiele. Der Abend hielt noch einige lustige Momente für uns parat.

In der zweiten Hälfte der Skiwoche im Zillertal sind wir am Mittwoch bei Unwetter zu unserer Piste gefahren. Es war vorhergesagt, dass 60 cm Schnee fallen sollen und der Wind mit 70 km/h bläst. An dem Tag war auch nur die Piste mit den Ankerliften sowie die Abfahrt zur Mittelstation geöffnet. Alle anderen Lifte hatten aufgrund des Unwetters geschlossen. Wir haben uns dann auf der blauen Piste eingefahren. Danach gab es noch weitere Übungen, um die Kurven besser zu fahren. 

Nachdem wir ein wenig auf der blauen Piste gefahren sind, haben wir uns zum ersten Mal an einer roten Piste versucht. Wir wollten zur Mittelstation. Da diese Piste als einzige geöffnet war, sind dort viele Ski- und Snowboardfahrer unterwegs gewesen. Diese Abfahrt war für uns herausfordernd, aber wir haben es alle gepackt. Zur Belohnung gab es dann ein leckeres Mittagessen an der Hütte. Nach dem Essen sind wir wieder zur blauen Piste zurückgekehrt und haben dort weiter an unserer Technik geübt.

Am Donnerstag sind wir mit einer anderen Gondel ca. 500 Meter weiter, auf eine Höhe von ca. 2200 Metern nach oben gefahren. An diesem Tag gab es nur Sonnenschein und kaum Wolken, was auch für wunderschöne Panoramas gesorgt hat. Von dort gab es eine vergleichsweise sehr lange blaue Strecke. Die Abfahrt hatte auch ein paar steilere Stellen, wo es manche von uns auf 60 km/h geschafft haben. Nach einigen Lift- und Abfahrtsfahrten sind wir mit der Gondel zurück zur Hütte um Mittag zu essen. Zum Abschluss drehten wir noch ein paar Runden auf der kleinen blauen Piste und dann ging der Skitag auch relativ schnell vorbei. 

Aber das war noch nicht das Ende des Tages. Wir sind noch eine Runde im Arena Coaster gefahren und haben danach noch in einer Après-Ski-Bar auf unsere Skifahrt angestoßen.

Am Freitag sind wir wieder auf ca. 2200 Metern Höhe gegondelt und von dort die uns bekannten Strecken gefahren. Nach ein paar Trainingsabfahrten haben wir uns aufgeteilt. Ein kleiner Kreis wollte sich noch auf den Weg zu Rosis Schnitzelhütte machen. 

Die Abfahrt war anstrengend aber sehr spannend und herausfordernd. Wir mussten unser gesamtes Können anwenden, um die rote Piste zu meistern, was wir aber mit Bravour gemacht haben.

An der Schnitzel Hütte angekommen, konnten wir endlich unser ersehntes XXL Schnitzel verspeisen. Mit einer atemberaubenden Aussicht startete unsere letzte Abfahrt für diese Klassenfahrt. Es ging hinunter zur Mittelstation. 

Autoren: Jannis Klumpe, Pascal Detjens und Leon Klein aus der KA-i1-18