Vom Schulsitz in den Flugsitz


Am 29.11.2016, kurz vor dem Blockende der IN-B2-15, besuchte die Klasse zusammen mit der FS-2-15 das Werksgelände des Flugzeugherstellers Airbus in Hamburg-Finkenwerder.

Wie kommt man schneller und schöner nach Hamburg als mit der guten alten Bimmelbahn? Der RE7 der Deutschen Bahn AG fuhr pünktlich – eine Minute später als geplant – ab und die Fahrt verging fast wie im Flug. Somit hatten wir durch das zügige Fahren der Bahn und einigen unvorhersehbaren Ereignissen die Zielankunftszeit um 15 Minuten verfehlt.
Dies war letztendlich nicht so tragisch, da Herr Fehlhaber wohl bedacht genügend Zeit eingeplant hatte.
Um nun vom Hamburger HBF zum Airbus- Werksgelände zu kommen, musste man alle öffentlichen Verkehrsmittel einmal ausprobieren. Somit ging es erst mit der S-Bahn zu den Landungsbrücken, danach auf die Fähre und mit dem Bus zum Werksgelände. Auf der Fähre konnten wir nicht nur das gute Wetter genießen, sondern auch den Hamburger Hafen und die Containerschiffe vom Wasser aus betrachten.

Endlich angekommen wurden wir mit Kopfhörern und Sendern für die Führung ausgestattet. Um 14:30 Uhr startete unsere Führung. Auf dem im Durchmesser drei Kilometer großen Werksgelände ging es mit einer kurzen Busfahrt durch den extra gebauten Tunnel zur ersten Station. Dieser Halt führte uns in einen Präsentationsraum, in dem uns ein Imagefilm über Airbus gezeigt und uns das Produktprogramm, wie z.B. der A320, A340 oder A380, anhand von Modellen vorgestellt wurde.

 

Danach ging es weiter in die ersten großen Hallen, in denen sich die A320er und A321er Modelle für diverse Airlines in der Fertigung befanden. Unser Gruppenführer war ein ehemaliger Airbusmitarbeiter, der uns unbedingt den Unterschied zwischen einer A320 und einer A321 erklären wollte. Diesen kennen nun auch alle Mitglieder unserer Gruppe.

Ein Auftrag, der bei Airbus eingeht, wird in ca. 5 Jahren ausgeliefert und muss stattlich bezahlt werden.

Weiter ging es mit dem Bus in die nächste große Produktionshalle, in der große Rumpfteile für die doppelstöckigen A380 Flugzeuge montiert wurden. Auch die Fantasy Fans kamen total auf ihre Kosten, denn die vom Gruppenführer so genannte schwarze Magie ist in einem Flugzeug verbaut. Wer jetzt denkt, dass sie dies aus der verbotenen Abteilung von Hogwarts haben, wird leider enttäuscht. Denn die schwarze Magie ist nichts Weiter als kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff.
Unser letzter Stopp waren die heiligen Hallen, in denen Werte von ca. einer Milliarde Euro standen. 10 Christiano Ronaldos oder 16 Toni Kroos könnte man sich dafür leisten, aber dort standen zwei Schlachtschiffe der A380 Familie für die Fluggesellschaft der Arabischen Emirate für letzte Arbeiten bereit. Um den A380 einmal in kurzen Worten zusammenzufassen würde es wohl gigantisch, atemberaubend und riesig exakt treffen.

In diesen Hallen stand auch eine ausgemusterte Flugzeugtür, an der wir lernen konnten, in welchem Jahr das Flugzeug gebaut wurde. Dies war unser letzter Tagespunkt auf dem Werksgelände von Airbus. Auf dem Rückweg mit dem Bus konnte noch ein kleiner Blick auf das Freiluftflugzeugmuseum geworfen werden. Auch ist es gut zu wissen, dass das Airbusgelände ein guter Schutzbereich gegen Hochwasser ist. Denn der wichtige Hochwasserschutz wird erst vom Wasser überwunden, wenn halb Hamburg schon unter Wasser steht.

Nach der Führung und der Rückfahrt nach Flensburg endete ein anstrengender, aber auch interessanter Tag, der mit einem kompetenteren Gruppenführer noch mehr Begeisterung ausgelöst hätte.

Ein Dank geht an die Lehrer (Sven Fehlhaber und Hagen-Gregor Pitzner), die uns den Ausflug ermöglicht haben.

Autoren: Michel Jacobsen und Florian Kutz