Am 13.März 2026 war die BA-B1-24 zu Besuch bei der GLS Bank in Hamburg. Vorab zur Einordnung: die GLS Bank ist die erste sozial-ökologische Bank der Welt. Das Kürzel steht für "Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken".
Im Gegensatz zu vielen anderen Banken geht es hier nicht nur um den maximalen Gewinn, sondern vor allem darum, dass das Geld sinnvoll in nachhaltige und soziale Projekte investiert wird. Der erste Eindruck von Ort war direkt sehr positiv: Die Bank ist hell und offen gestaltet, was eine angenehme Atmosphäre schafft. Wir sind für unseren Termin in die höchste Etage über die Dächer Hamburgs gefahren, wo uns ein großer, fast komplett verglaster Besprechungsraum erwartet hat. Von dort aus hatte man einen eindrucksvollen Ausblick über Hamburg.
Besonders positiv aufgefallen sind uns die Details auf den Glasscheiben. Dort standen verschiedene Sehenswürdigkeiten mit der jeweiligen Entfernung in Kilometern drauf. Netterweise wurden uns direkt Getränke bereitgestellt. Wir saßen in einem Halbkreis zusammen, während der Mitarbeiter der GLS Bank uns begrüßt hat. Hinter ihm lief eine Präsentation, die eher als Unterstützung schien, als ein Leitfaden. Man hat auf jeden Fall gemerkt, dass er sich gerne die Zeit für uns nimmt und hinter der Philosophie der Bank steht. Schließlich arbeitet er da schon seit 35 Jahren.
Aber was konkret unterscheidet die GLS Bank von anderen Banken?
Ein zentraler Punkt war das Thema “Sinn vor Gewinn”. Der Fokus liegt ganz klar auf Nachhaltigkeit und ethischen Investments. Uns wurde erklärt, nach welchen (strengen) Kriterien sie entscheiden, welche Unternehmen unterstützt werden (Existenzgründung). Die GLS Bank sagt zum Beispiel konsequent Nein zu:
- Atom- und Kohleenergie
- Rüstung und Waffen
- Gentechnik in der Landwirtschaft (Bio Qualität ist sehr wichtig!)
- Massentierhaltung
Stattdessen fließen die Gelder in Projekte, die einen echten Mehrwert für die Gesellschaft haben. Als Beispiel wurde uns sogar eine Kita in der Neustadt in Flensburg genannt, was wir sehr spannend gefunden haben.
Zum Abschluss haben wir noch eine Art Infomappe bekommen. Ein sehr ansprechend gestaltetes Heft im Magazin-Stil, in dem die wichtigsten Fakten und Werte der Bank bunt und übersichtlich zusammengefasst waren, sowie die aktuellen Kreditengagements der Bank vorgestellt wurden.
Nach ca. zwei Stunden war der offizielle Teil vorbei. Wir sind dann noch ein Stockwerk höher auf die Außenterrasse gegangen, um dort gemeinsam ein Gruppenbild zu machen. Danach haben wir den Besuch in Hamburg bei einem sehr gemütlichen Abendessen ausklingen lassen.
Text: Jessica Drost