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Am 27. Mai war es endlich so weit: Nach intensiver Vorbereitung, technischen Tests und vielen Stunden gemeinsamer Planung startete unser Wetterballonprojekt in seine entscheidende Phase. Auf dem Schulhof versammelten sich Schüler*innen, Lehrkräfte und einige Gäste, um mitzuerleben, wie unsere selbstgebaute Sonde – ausgestattet mit Kameras, Sensoren und GPS – ihren Weg in Richtung Stratosphäre antrat.
Schon kurz nach dem Start stieg der Ballon mit rund 5 m/s in die Höhe und durchquerte die verschiedenen Schichten der Atmosphäre. Währenddessen zeichnete die Sonde Temperatur, Luftdruck, Feuchtigkeit und UV‑Strahlung auf und lieferte beeindruckende Aufnahmen aus über 30 Kilometern Höhe. Die Temperatur sank zeitweise auf unter –50 °C, der Luftdruck fiel auf weniger als ein Hundertstel des Bodenwertes – perfekte Bedingungen für echte wissenschaftliche Messungen.
Nach rund zweieinhalb Stunden platzte der Ballon wie erwartet in der Stratosphäre. Die Sonde trat ihren Fall zurück zur Erde an, gebremst durch den Fallschirm, und landete schließlich sicher in der Nähe von Lübeck. Dank GPS‑Tracking konnte das Bergungsteam die Sonde schnell lokalisieren und unversehrt zurückbringen.
Die Auswertung der Daten läuft bereits auf Hochtouren: Temperaturprofile, Flugkurven, Windgeschwindigkeiten und Höhenmodelle werden von den Schüler*innen analysiert und mit theoretischen Atmosphärenmodellen verglichen. Die ersten Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie sich die Atmosphäre mit zunehmender Höhe verändert – ein echtes Highlight für naturwissenschaftliches Arbeiten an unserer Schule.
Das Projekt hat nicht nur wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse geliefert, sondern auch gezeigt, wie viel Teamgeist, Kreativität und technische Kompetenz in unseren Schüler*innen steckt. Ein Start, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Text: Matthias Nissen