Asylverfahren in Deutschland – Vortrag von Reinhard Pohl


Am Donnerstag, dem 16.02.2017, hatte die HLA – Die Flensburger Wirtschaftsschule zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Asylverfahren in Deutschland“ eingeladen. Als Referent kam der freie Journalist Reinhard Pohl (Gegenwind) dazu.

Interessierte LehrerInnen der drei RBZ Flensburg, Schulsozialarbeiterinnen, Mitarbeiter der Stadt Flensburg sowie ehrenamtliche Engagierte und BetreuerInnen von Flüchtlingen kamen, um sich den Vortrag anzuhören. Bereits seit 2015 arbeiten die Lehrkräfte und Schulsozialarbeiterinnen in unterschiedlichen Bereichen mit geflüchteten Jugendlichen. In diesem Zusammenhang findet die Auseinandersetzung und Konfrontation mit verschiedenen Themen zu Flucht und Asyl statt, was zu der Idee führte, Herrn Pohl in die HLA einzuladen.

Im ersten Teil seines Vortrages stellte Herr Pohl das deutsche Asylverfahren (EASY, Dublin-III), den Vorgang einer Anhörung, die Bedeutung des jeweiligen Asylstatus (u.a. Unterschied zwischen Asyl und subsidiärem Schutz) und mögliche Vorgehensweisen bei einer Ablehnung vor. Besonders hervorzuheben sei hier, dass durch eine gute Integration, einen Ausbildungsplatz oder besondere Leistungen, die Möglichkeit besteht, über das Aufenthaltsgesetz eine Bleibeperspektive zu schaffen.

Anschließend wurde im zweiten Teil Hintergrundinformationen zu den einzelnen Herkunftsländern der SchülerInnen der HLA präsentiert, die nochmal dazu dienten, die ZuhörerInnen auf den neuesten Stand zu bringen sowie die Ausgangssituation der SchülerInnen zu verdeutlichen. Der Vortrag war für die ZuhörerInnen auch deshalb interessant, weil hinter den Zahlen Gesichter stehen, mit denen die LehrerInnen und PädagogInnen täglich arbeiten.

Letztendlich hat die Veranstaltung Mut gemacht: Ein Schulabschluss, an dem LehrerInnen und SchülerInnen arbeiten, kann entscheidend dazu beitragen, ein Aufenthaltsrecht zu erlangen.

Vielen Dank an Herrn Pohl für diesen interessanten Vortrag, an alle Interessierte, die vorbei gekommen sind sowie die Schulsozialarbeit der Stadt Flensburg, die die Kosten übernommen hat!

Autoren: Carina Boysen und Christiane von Rhein-Uyar