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China 2024 – ein Abenteuer

Nach einer vierjährigen coronabedingten Pause konnte die China-AG endlich wieder ihre Koffer packen. Über Frankfurt und Amsterdam ging es nach Beijing. 12 Schülerinnen und Schüler aus drei Bildungsgängen und 2 Lehrkräfte haben an der Fahrt teilgenommen und es war wieder eine schöne Fahrt mit vielen prägenden Erlebnissen. 

Die erste U-Bahnfahrt vom Flughafen zum Hotel durch die 21 Millionen-Stadt erwies sich als sehr aufregend. Die vollen U-Bahnen und die riesigen U-Bahnhöfe gaben den Schülerinnen und Schülern einen ersten Hinweis auf die Größe und den Lebenstakt der Stadt. 

Am ersten Abend erkundete die Reisegruppe das Houhai-Viertel. In der alten Einkaufsstraße direkt am Beihai-Park konnten die ersten kulinarischen Angebote erkundet und verschiedene typische Süßigkeiten probiert werden. Doch mussten alle früh ins Bett, da es am nächsten Tag mit dem Schnellzug von Beijing nach Changzhou – 1.300 km in 6 Stunden – ging, um unsere Partnerschule, die Lunhua Foreign Language School, zu besuchen. Die Schule beherbergte die Gruppe mehrere Nächte in ihren Internatsräumen, sodass der Schulalltag mit all seinen Facetten erlebt werden konnte. Nach einer imposanten Flaggenzeremonie, die jeden Montag von einer anderen Klasse moderiert und gestaltet wird, wurden die Schülerinnen und Schüler der HLA sehr herzlich von ihren Tandempartnern mit Geschenken begrüßt. Sie erhielten eine Führung durch die Räumlichkeiten der Schule sowie der Sportanlage und den AG-Räumen. Die Kommunikation fand überwiegend auf deutsch statt, da die Partnerschule eine Sprachenschule ist und sehr guten Deutschunterricht anbietet. 
Die China-AG bekam die Möglichkeit an vielen verschiedenen Unterrichten teilzunehmen. Beispielsweise diskutierten sie über die Vorteile von Stadt- und Landleben, berechneten die Arbeitslosenquote oder sprachen über Stereotypen und Vorurteile und wie man ihnen entgegenwirken kann. In den vielen Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften der Partnerschule ist den deutschen Schülerinnen und Schülern eins immer wieder verdeutlicht worden – sie haben viele Gemeinsamkeiten und gleiche Interessen, die sie miteinander verbinden.

In den verschiedenen AGs und Sportangeboten, die sie gemeinsam besuchten, sind erste Freundschaften entstanden, die auch über die große Entfernung dank Social-Media gepflegt werden können. Besonders viel Freude hatten die Schülerinnen und Schüler bei der traditionellen Stempelkunst, dem Kalligrafiekurs, einem Schattentheater und einem spannenden Basketball-Spiel. Viel zu schnell ging die Zeit an der Partnerschule vorbei und der Schnellzug brachte die Gruppe zurück nach Beijing. 

Nun konnten die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt entdeckt werden. Jeder Ort wurde von einer Schülerin/ einem Schüler mit den wichtigsten Fakten erläutert und anschließend erkundet. Besonders beeindruckend war die verbotene Stadt mit dem Platz des himmlischen Friedens, der Himmelstempel, dem noch aktiven Lama-Tempel und dem Olympia-Park. Auch fuhr die Gruppe an die chinesische Mauer. Der Besuch des eindrucksvollen Bauwerkes, welches man aus vielen Filmen kennt, erfüllte einige Lebensträume und es konnte ein Harken auf der Bucket-List gemacht werden. Mittlerweise funktionierten die U-Bahnfahrten wie von allein und alle konnten sich als Experten der Fahrpläne bezeichnen. Einen Vormittag stand zudem ein Besuch der deutschen Botschaftsschule in Beijing an. Die freundschaftliche Beziehung besteht schon seit langer Zeit und es entstand ein reger Austausch über das chinesische und deutsche Schulsystem sowie politische Themen. 

Viel Ehrgeiz bei der Verhandlung um die besten Deals entwickelten die Schülerinnen und Schüler auf dem Pearl Market und Silk Market, um sich und den Liebsten in Deutschland schöne Erinnerungen und Geschenke mitzubringen. Zwischen diesem vollen Programm war aber immer genug Zeit die Stadt und das gute Wetter zu genießen und viele tolle Erfahrungen mit den Einheimischen zu sammeln. Abschluss dieser schönen Reise bildete ein Besuch im roten Theater, um eine fulminante Akrobatikshow zu erleben. Die künstlerischen und turnerischen Darbietungen zeigten einen Abriss der chinesischen Kultur von der chinesischen Oper bis hin zur Vasenmalerei. 

Wehmütig ging es am nächsten Morgen zum Flughafen und nach einen 14 Stunden-Flug kamen alle erschöpft, aber glücklich zurück in Deutschland an. Die Schülerinnen und Schüler waren sich einig – von dieser Reise werden sie noch lange erzählen. 

 

Text: Johanna Knapp und Matthias Nissen